Da wo der alte Kirschbaum stand entwickelte sich plötzlich ein komisches Kraut und es verbreitete sich ziemlich rasant. Ich fragte mich – ist das jetzt eine Plage oder ein Segen? Es muss der Girsch (Geissfuss) sein. Zu finden auch an anderen feuchten und schattigen Lagen an Gehölzrändern. Von März bis April kann ich den ganz feinen, frisch spriessenden Girsch wunderbar mit anderen Salatblättern nutzen. Ich kann ihn aber auch mal zu einem Spinat beimischen. Von Juni bis August kann ich die Blüten als roh essbare, aromatische Dekoration zu Suppen und Eintöpfe verwenden. Der Girsch ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Zink und Kupfer und hat ein mehrfaches an Vitamin A, C und und Eiweiss als der Kopfsalat. Er ist mild harntreibend, krampflösend, endzündungshemmend und entsäuernd. Auch wird das zerquetsche Kraut als Umschlag bei Verbrennungen und Insektenstichen verwendet.

Bitte immer genau achten ob es die richtige Pflanze ist, dazu ein gutes Buch mit genauen Erklärungen und Abbildungen kaufen, denn oft gibt es auch eine ähnliche giftige Pflanze.