Ich liebe diese zarte Pflanze im Frühjahr zu sammeln. Weil der unverkennbare süsse Duft wirkt fast betörend. Wir finden ihn in unseren Buchen- und Laubmischwäldern auf nährstoffreichen Lehmböden. Der  Waldmeister wirkt beruhigend und schlaffördernd besonders bei Kindern und Greisen. Reinigt das Haupt und stärkt das Herz. Achtung grössere Mengen wirken giftig und kann auch Kopfschmerzen verursachen! Von April bis Juni werden die frischen Blätter gesammelt. Man pflückt die oberen drei bis vier Blattetagen von noch nicht blühenden Pflanzen, lässt die Blätter 1-2 Tage anwelken, da das typische Aroma erst beim Trocknen entsteht und kann dann als Geschmacksgeber Kräuterbowlen oder Tees zugesetzt werden. Wird auch als Aromageber in Süssspeisen (Cremes, Puddings oder Eis) eingesetzt. Die getrockneten Triebe werden als Gewürz für Gemüsegerichte genutzt. Die Blüten von Mai bis Juni legen wir in Wein ein und erhalten somit wunderbare Kräuterweine (nur etwa 3 g pro Liter zu aromatisierender Flüssigkeit verwenden). Der Tee (1 Teel. auf 250 ml Wasser) dient zur Stärkung der Leber.